Die geplante Novelle der Brandenburgischen Bauordnung berührt zentrale Fragen der Planungspraxis, der Bauwerksicherheit und der Baukultur. Sie hat daher in der Fachwelt eine breite Diskussion ausgelöst. Die Brandenburgische Ingenieurkammer, die Brandenburgische Architektenkammer sowie der Förderverein Baukultur Brandenburg haben sich gemeinsam an den Landtag des Landes Brandenburg gewandt, um ausgewählte Regelungsansätze aus fachlicher Sicht zu bewerten und weiterzuentwickeln.
Die Februar-Ausgabe 2026 des BBIK-Report bietet einen umfassenden Überblick über aktuelle Entwicklungen innerhalb der Brandenburgischen Ingenieurkammer sowie über fachliche und rechtliche Themen, die für die tägliche Ingenieurpraxis von Bedeutung sind. Mitglieder erhalten damit eine fundierte Einordnung zentraler Fragestellungen rund um Bauordnung, Planungspraxis und berufliche Rahmenbedingungen.
Baumängel gehören zu den häufigsten Konfliktfeldern im Hochbau. Sie können während der Bauausführung entstehen, bei der Abnahme sichtbar werden oder sich erst Jahre später zeigen. Für Bauherrschaften, planende und bauüberwachende Ingenieurinnen und Ingenieure sowie weitere Projektbeteiligte ist ein rechtssicherer Umgang mit Mängeln von zentraler Bedeutung.
Die kontinuierliche Fort und Weiterbildung ist ein zentraler Bestandteil der ingenieurmäßigen Berufsausübung. Um den Zugang zu qualifizierten Angeboten zu vereinfachen und transparenter zu gestalten, haben die Länderingenieurkammern in den vergangenen Monaten gemeinsam eine neue Fort und Weiterbildungsplattform aufgebaut und erfolgreich implementiert.
Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum ist in vielen Regionen Deutschlands weiterhin hoch. Steigende Baukosten, anspruchsvolle technische Anforderungen und komplexe rechtliche Rahmenbedingungen erschweren insbesondere den Neubau von Wohnungen für Haushalte mit mittleren und niedrigen Einkommen. Vor diesem Hintergrund hat das Informationszentrum Beton 2025 die Publikation Bezahlbar bauen. Mit Beton veröffentlicht. Ziel ist es, die Wirtschaftlichkeit des Bauens mit Beton sachlich darzustellen und einen Beitrag zur aktuellen Fachdiskussion zu leisten.
Die 2023 veröffentlichte Studie Strategien für den Umgang mit Dämmsystemen, Putz und Mörtel nach der Nutzungsphase untersucht erstmals systematisch, wie Produkte der beteiligten Hersteller heute rückgebaut, wiederverwendet oder recycelt werden. Im Fokus stehen Putze, Mörtel und Wärmedämm Verbundsysteme sowie deren spezifisches Materialverhalten am Ende der Nutzungsphase. Das Fraunhofer Institut für Bauphysik analysierte dabei bestehende Stoffströme und ordnete diese in die aktuellen regulatorischen Rahmenbedingungen ein.
Mit dem neuen Ausbildungsberuf „Bautechnische Konstrukteurin/ Bautechnischer Konstrukteur“ wird die berufliche Ausbildung in der Planungsbranche gezielt weiterentwickelt. Er ersetzt und erweitert die bisherige Ausbildung zur Bauzeichnerin beziehungsweise zum Bauzeichner und passt die Inhalte an die aktuellen fachlichen, technischen und digitalen Anforderungen der Bau- und Planungsbranche an.
Mit Urteil vom 14. Mai 2025 hat das Oberlandesgericht Celle wichtige Anforderungen an Nachtragsangebote nach § 650b Abs. 1 Satz 2 BGB konkretisiert. Die Entscheidung ist für Ingenieure, Planende und bauausführende Unternehmen von besonderer Bedeutung, da sie die formellen und inhaltlichen Anforderungen an Nachträge präzisiert und zugleich die Grenzen der 80 Prozent Regelung nach § 650c Abs. 3 BGB aufzeigt.
Kritische Infrastrukturen bilden das Rückgrat unserer Gesellschaft. Einrichtungen wie Krankenhäuser, Energieversorger, Kommunikationsnetze oder Wasserwerke versorgen Bevölkerung und Wirtschaft mit lebenswichtigen Leistungen. Ein Brand in solchen Einrichtungen gefährdet nicht nur Menschenleben, sondern kann auch zu weitreichenden Ausfällen und Unterbrechungen wichtiger Dienste führen. Ein Stromausfall in einem Krankenhaus oder ein Brand in einem Rechenzentrum kann lebensrettende Operationen verzögern oder digitale Systeme lahmlegen.
Forscherinnen und Forscher am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickeln derzeit einen innovativen Werkstoff, der Pilzmyzel mit Holz- und Agrarabfällen kombiniert. Das Projekt NEWood untersucht, wie sich aus diesen Rohstoffen plattenförmige Materialien herstellen lassen, die sowohl ökologisch als auch technisch konkurrenzfähig zu herkömmlichen Holzwerkstoffen sind.
Das Urteil des Kammergerichts Berlin vom 30. Januar 2024 liefert eine wichtige Klarstellung zur Rolle von Planenden innerhalb öffentlicher Vergabeverfahren. Die Entscheidung zeigt, welche Aufgaben Planende tatsächlich übernehmen müssen und wo die rechtliche Verantwortung eindeutig beim Auftraggeber liegt.
In der Vertreterversammlung am 21.11.2025 wurde der Wirtschaftsplan der Brandenburgischen Ingenieurkammer für das Jahr 2026 beschlossen. Die Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde, dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung erfolgte am 17. Dezember 2025.
Die Bauministerkonferenz und die Verkehrsministerkonferenz haben gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) die Durchführungsfestlegungen für die Marktüberwachung harmonisierter Bauprodukte für das Jahr 2026 veröffentlicht.
Die steigenden Energiepreise und der wachsende Fokus auf Ressourcenschonung machen die energetische Ertüchtigung von Bestandsgebäuden zunehmend relevant – auch für denkmalgeschützte Bauten. Die Vereinigung der Denkmalfachämter in den Ländern (VdL) hat 2022 das Arbeitsheft 03: Energetische Ertüchtigung am Baudenkmal veröffentlicht.
Zum Jahreswechsel 2025 auf 2026 treten mehrere gesetzliche und vergaberechtliche Änderungen in Kraft, die für Ingenieurinnen und Ingenieure, Ingenieurbüros sowie öffentliche und private Auftraggeber von Bedeutung sind. Betroffen sind unter anderem die EU-Schwellenwerte im Vergaberecht, Zuständigkeiten der Gerichte, Erleichterungen im Unterschwellenbereich sowie arbeitsrechtliche und sozialpolitische Regelungen.
Lithium-Ionen-Batterien (LIB) sind aufgrund ihrer hohen Energiedichte und Leistungsfähigkeit in zahlreichen Branchen unverzichtbar. Gleichzeitig bergen sie spezifische Risiken, die beim Umgang, Transport und der Lagerung berücksichtigt werden müssen. Die veröffentlichte DGUV Information 205-041 „Brandschutz beim Umgang mit Lithium-Ionen-Batterien“ bietet umfassende Hinweise für Unternehmen, um Gefährdungen zu erkennen und zu minimieren.