CO₂-negatives Bauen: Innovativer Verbundwerkstoff revolutioniert die Baubranche

Die Bauindustrie steht vor der dringenden Herausforderung, ihren CO₂-Fußabdruck zu reduzieren. Ein vielversprechender Ansatz ist die Entwicklung eines neuartigen Verbundwerkstoffs, der aus Naturstein, biobasierten Carbonfasern und Biokohle besteht. Dieses Material bietet nicht nur strukturelle Vorteile, sondern trägt auch aktiv zur CO₂-Reduktion bei.

Zusammensetzung des Verbundwerkstoffs

  1. Naturstein: Die äußeren Schichten des Wandelements bestehen aus zwei Natursteinplatten. Bei der Bearbeitung des Steins entsteht feiner Gesteinsstaub, der durch Silikatverwitterung CO₂ aus der Atmosphäre bindet.
  2. Biobasierte Carbonfasern: Zwischen den Natursteinplatten sorgen Carbonfasergewebe für die notwendige Zugfestigkeit. Diese Fasern werden aus Biomasse, insbesondere Lignin, gewonnen. Sie sind nicht nur kosteneffizient, sondern auch widerstandsfähiger gegen Korrosion im Vergleich zu Stahl.
  3. Biokohle: Der Raum zwischen den Steinplatten wird mit Biokohle gefüllt, die hervorragende Dämmeigenschaften besitzt und gleichzeitig als dauerhafter CO₂-Speicher dient.

Ökologische Vorteile

Die Kombination dieser Materialien führt zu einer beeindruckenden CO₂-Bilanz. Berechnungen zeigen, dass pro Quadratmeter Wandfläche eine Differenz von 157 kg CO₂-Äquivalenten im Vergleich zu herkömmlichem Stahlbeton eingespart wird. Dies wird durch die CO₂-Bindung des Gesteinsstaubs, die biobasierten Carbonfasern und die Speicherung in der Biokohle erreicht.

Praktische Anwendung und Zukunftsperspektiven

Ein erster Demonstrator dieses Verbundwerkstoffs wurde bereits erfolgreich als Wandelement realisiert. Die mechanischen Tests bestätigen die hohe Tragfähigkeit und Langlebigkeit des Materials. Mit der Weiterentwicklung und Skalierung dieser Technologie könnte die Bauindustrie einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz leisten und gleichzeitig nachhaltigere Bauweisen fördern.

Die Brandenburgische Ingenieurkammer unterstützt solche innovativen Ansätze und ermutigt ihre Mitglieder, sich über neue Materialien und Techniken zu informieren, die sowohl ökologisch als auch ökonomisch vorteilhaft sind.

Quelle: https://kurzlinks.de/nzzm

© kukhunthod | AdobeStock
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